
Arbeitsweise
In der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie betrachten wir psychische Störungen als Ausdruck und Folge unbewusster innerer Konflikte, die aus gegenwärtigen sowie früheren Beziehungs- und Bindungserfahrungen mit wichtigen Bezugspersonen stammen.
In einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie ist es Inhalt, auf Basis der aktuellen Lebenssituation sowie grundlegend eines bio-psycho-sozialen Verständnisses von Gesundheit und Krankheit im persönlichen Gespräch sowohl die eigenen unbewussten Beziehungs- und Bindungserfahrungen als auch die persönliche
„Lebens-Wirk-lichkeit“ im gesellschaftlich-sozialen Eingebundensein zu erkennen und damit bewusst werden zu lassen.
Bio-Psycho-Soziales Grundverständnis
Das bedeutet, so der wissenschaftliche Konsens seit den 1970er-Jahren, dass Krankheit bzw. Störung und Gesundheit immer ein komplexes Zusammenwirken dieser folgenden Aspekte ist:
1. biologische (das, was somatisch-physiologische, neurologische bzw. neuropsychologische und sensorische Vorgänge betrifft, einschließlich der körperlichen Bedürfnisse, die damit verbunden sind),
2. psychische (das, was das „Seelische“, das Fühlen, Denken, Handeln wie auch die Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und die Gedächtnisfunktionen, also die kognitiven Fähigkeiten, betrifft) sowie
3. soziale Aspekte (das, was unser gesellschaftliches Zusammenleben und grundlegende menschliche Bedürfnisse nach Bindung, Beziehung, Anerkennung, sozialen Kontakt wie auch die materiellen Bedürfnisse beschreibt).
"Erinnern, Wiederholen, Durcharbeiten" (Sigmund Freud)
Durch ein Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten der innerpsychischen wie der äußeren Konflikte in psychotherapeutischen Gesprächen kann es auf diesem Wege gelingen, eine Linderung bis hin zur Auflösung der psychischen Symptome zu erreichen. Durch die in dieser Weise entstehende "Ein-Sicht" in die eigene Person und in die individuellen bzw. allgemeinen Lebensumstände können durch ein wachsendes Verständnis und Verstehen der Bedeutung und der Sinns der Symptomatik, auf der Basis einer tragfähigen therapeutischen Beziehung und unter Einbeziehung der persönlichen Ressourcen die Voraussetzungen für Veränderung geschaffen werden bis hin zu einer „sich-selbst- bewussteren" eigenen Lebensgestaltung.